Long Way Home 2023
Long Way Home 2023
Mein bisher abenteuerlichstes Projekt: Mit dem Fahrrad von Alaska nach Österreich!

Der Kreis schließt sich.

Alles geht einmal zu Ende. Ich habe nun schon einiges erlebt. In meinem Berufs- und Privatleben, aber auch auf meinen Radreisen. Es hat viele schöne Zeiten gegeben, aber immer wieder war ich auch auf der Suche. Was ich genau gesucht habe, kann ich nicht beschreiben. Aber eines weiß ich: Es ist an der Zeit, die Suche zu beenden und anzukommen. Ein letztes großes Abenteuer möchte ich noch erleben. Und bei diesem Abenteuer führt mich jeder einzelne Pedaltritt auf meinem Fahrrad immer weiter in Richtung Heimat. Aber dazwischen liegen fast 30.000 Kilometer...

Mein großer Traum:

Ich möchte nach Alaska fliegen und in Fairbanks auf mein Rose-Bike steigen. Dann geht es Richtung Heimat. Zuerst entlang des kompletten Alaska Highways, der eine besondere Herausforderung für jeden Radfahrer ist. Jasper, Banff und der Kootenay Nationalpark folgen und weitere 300 km südlich radle ich in Idaho von Canada in die USA hinein. Nach dem Besuch einiger Nationalparks geht es zur Westküste und dort entlang der berühmten Highways 101 und 1 hinunter bis nach San Francisco.

Die nächsten 3 Wochen radle ich mit meiner Lebensgefährtin Silvia zum Yosemite Nationalpark und nach Las Vegas. Allein führt mich meine Radroute dann immer weiter südlich bis nach Houston in Texas.

Für den Abschnitt Houston – Cancun in Mexico steige ich auf ein Schiff Schiff und werde dann erstmals in Zentralamerika sein. Dort bin ich noch nie gewesen. Schon deshalb möchte ich alle dortigen Staaten (Mexico, Belize, Guatemala, Honduras, El Salvador, Nicaragua, Costa Rica und Panama) zumindest „anschneiden“ und mit meinem Bike bis nach Panama City radeln.

Ein direktes Weiterkommen auf dem Landweg nach Südamerika wäre wegen eines gefährlichen Dschungelabschnittes nur schwer möglich, daher steige ich wieder auf das Schiff um. Nächstes großes Ziel: Lima in Peru. Auf Südamerika freue ich mich besonders, aber ich habe auch gehörigen Respekt vor meiner Andenüberquerung, die ich etwa 2.000 Km weiter südlich vor mir habe. Nur so kann ich von Chile nach Argentinien gelangen, um dann entlang der unendlich weitläufigen Pampas nach Brasilien zu radeln. Dort erwartet mich die Gottesstatue von Rio de Janeiro.

Ich hoffe, dass mich in Rio ein Containerschiff aufnimmt und ich mir so den Flug auf den afrikanischen Kontinent erspare. Dann bin ich ebenfalls erstmalig in diesem außergewöhnlichen Riesenland. Von Kapstadt geht es vorerst durch Südafrika Richtung Norden in einige Nationalparks von Namibia. Dann erfolgt das Queren vom Westen in Richtung Nordosten bis hinauf nach Nairobi in Kenia. Für meinen letzten großen Abschnitt, der in später Marokko startet, benötige ich eine Fahrgelegenheit. Das Durchqueren des riesigen Kontinentes von Osten nach Westen, mitten durch die großen Wüstengebiete, ist mir doch ein wenig zu gefährlich.

Die berühmte Stadt Casablanca wird Ausgangspunkt jenes Teiles sein, der mich über Gibraltar zurück nach Südeuropa führt.

Und dann ist mein Ziel schon „sehr nahe“. Zuerst folgen noch Spanien und Frankreich. Mein Wunsch wäre es, noch einen kleinen Abstecher nach Großbritannien zu machen und dann nach Dänemark über zu setzen. Von da an geht es nur mehr südwärts – immer näher Richtung Tiroler Berge. Immer weiter in Richtung „nach Hause kommen!“

„Schöne Träume sind da, um sie auch umzusetzen!“