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Projekt Highlight

Von der Olympiaregion zum Nordkap

"Amerika und Kanada ade - Europa ich komme!"

2019 wird ein ganz besonderer Sommer: Erstmals führt mich eine lange Radreise ein großes Stück durch jenen Kontinent, auf dem ich lebe.

Streckenverlauf

Dieses Projekt gehört entfernungsmäßig nicht zu meinen größten Herausforderungen. Die etwa 3.500 Km dürften aber trotzdem kein Honiglecken sein. In Norwegen muss ich viele Höhenmeter zwischen den unzähligen Fjorden herunter strampeln.
3.500 Km und je nach genauer Strecke etwa 20.000 Höhenmeter – aber immer mit vollem Gepäck!

Langsam werde ich „alt“, oder besser gesagt: vermutlich vernünftiger. Die Zeiten, an denen ich möglichst viele Kilometer pro Tag heruntergestrampelt habe, sind vorbei. 40 Tage plane ich mir dieses Mal schon ein. Und wenn ich Stress bekomme, dann steige ich auch einmal für einen Tag auf eine Fähre um …

Österreich:
Olympiaregion Seefeld in Tirol

Deutschland:
Garmisch, Naturpark Augsburg – westliche Wälder, Ulm, Schwäbisch Hall, Rothenburg ob der Tauber, Naturpark Steigerwald, Naturpark Haßberge, Coburg, Naturpark Thüringer Wald, Gotha, Naturpark Kyffhäuser, Naturpark Harz, Wolfsburg, Lüneburger Heide, Hamburg, Kiel

Dänemark:
Aarhus, Aaalborg, Fähre von Frederikshaven nach Oslo

Norwegen:
Oslo, Lillehammer, Trondheim, Steinkjer, Mo i Rana, Bodo, Ulsvag, Narvik, Tromsö, Olderfjord, Honningsvag

Ziel Nordkap
 

Reiseplanung

Vier aufregende Radreisen habe ich in den USA und Kanada schon hinter mich gebracht. Nun wird es Zeit, auch einmal durch die eigene Heimat zu radeln und hier Land und Leute näher kennen zu lernen.
Tausende Kilometer in weiter Ferne waren "Erlebnis pur". Mein kommendes Projekt beginnt dieses Mal direkt vor meiner Haustüre und endet am nördlichsten begehbaren Punkt unseres Kontinentes – dem Nordkap. Also immer Richtung Norden und das weiterhin ohne elektrische Hilfsmittel … 
Erste Etappe: Von den Bergen zur Ostsee. Wenn alles nach Plan verläuft werde ich Anfang Juli 2019 in der Olympiaregion, direkt vor meiner Haustüre in Seefeld, starten und während der ersten 2 Wochen vorerst unser schönes Deutschland erkunden. Dabei möchte ich vorwiegend auf Nebenstraßen durch kleinere Orte radeln und möglichst viele Naturparks erkunden. Schon in Übersee habe ich erfahren, dass unbekanntere Gegenden viel interessanter sind.  
Ganz neu für mich: Durch das Königreich Dänemark. Flach, windanfällig und im Norden sicher sehr einsam. Aber ich bin mir sicher, dass dieses Land für einen Radfahrer, der das Radeln in den Bergen gewohnt ist, auch seinen Reiz hat. Trotzdem: Dänemark ist für mich nur ein „Durchzugsland“ auf dem Weg weiter hinauf in den Norden. Und in Frederikshaven werde ich dann auf die Fähre wechseln, die mich nach Oslo bringt.
Norwegen: Im Westen der skandinavischen Halbinsel Richtung Nordkap.
Ich freue mich riesig auf dieses Land, weil ich schon so viel Schönes darüber gehört habe. Der direkte Weg vom Süden ganz hinauf in den Norden ist mit nahezu 1.500 Km angeschrieben. Da ich aber so weit als möglich im Westen, entlang der vielen Fjorde radeln möchte, kommen gleich weitere knapp 1.000 Km dazu. Ganz abgesehen von unzähligen Höhenmetern. Wenn ich den vielen Bildern Glauben schenken kann, die ich mir bei meinen Planungen angeschaut habe, dann werden mich ganz besondere Ausblicke für die Strapazen entschädigen. Mit dabei: Mein Zelt und der Schlafsack. Norwegen ist bekannt für nahezu uneingeschränkte Zeltmöglichkeiten mitten in der Natur. Wenn alles laut Plan verläuft (was noch auf keiner meiner Radreisen vorgekommen ist), stehe ich nach etwa 3.500 Km am nördlichsten begehbaren Punkt von Europa – dem Nordkap. 

Das sind so meine nächsten Träume. Ich weiß nicht, ob ich alles umsetzen kann. Aber alle meine bisherigen Radreisen haben ja auch mit einem Traum begonnen …