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Projekt Highlight

Highway 50

Loneliest Road in Amerika

2009: Von New York bis nach Vancouver/Canada

Streckenverlauf

Gesamt 10.100 km (mit allen Abstechern in die Nationalparks und in das Hinterland)

61 gefahrene Tage

 

durchschnittlich 160 km pro Tag

 

10 Pausentage

Die Appalachian Mountains in Pennsylvania und West Virginia; Kansas City; die weite Ebene von Kansas mit den Weizenfeldern; der Beginn der Rocky Mountains im Westen von Colorado; die vielen Canyons in Utah; die Einsamkeit des Highway 50 vom westlichen Utah bis zum westlichen Nevada; San Francisco; die Küstenstraße Highway 1 und 101 Richtung Norden; der Redwood Nationalpark; Großraum von Seattle; die traumhafte Stadt Vancouver in Canada

 

Das ständige Auf und Ab in den Appalachian Mountains; der ununterbrochen stürmische Gegenwind in Kansas mit „wahnsinns“ Hitze; das Überqueren der Rocky Mountains mit seinen bizzarren Felsformationen und Canyons; der Abschnitt „Loneliest Road in America“ des Highway 50 mit den abgelegenen Orten Elly, Austin und Fallon; eine Kühlbox in der Wüste; die wohl berühmteste Küstenstraße der Welt – der Highway 1 und 101 von San Francisco Richtung Norden; mein Erlebnis mit einem Elch im Redwood Nationalpark und die Motorhomes der Rentner in California …

Als ich Mitten in der Wüste von Nevada neben dem Highway eine Kühlbox (!) mit der Aufschrift „Have a great and safe trip“ entdeckt habe. Extra für mich dort abgestellt. Drinnen: Eisgekühlte Cola, Snickers und andere Köstlichkeiten …

Reisebericht

Östliches Nevada (Wüste):

Als die Sonne am höchsten steht, muss ich eine längere Pause einlegen.

 

Nach zwei Stunden Rast am Seitenstreifen des Highways bleibt mir aber nichts anderes übrig, als weiterzufahren. Nun erreicht die Hitze mit 48 Grad ihren Höhepunkt und damit auch den bisherigen Höchstwert auf meiner Radreise. Es bleiben mir weniger als zwei Liter Flüssigkeit. Ich fahre fünf Minuten, trinke zwei bis drei Schluck und fahre wieder fünf Minuten. Länger halte ich es nicht aus, ohne zu trinken. Der heiße Gegenwind trocknet meinen Mund und Hals komplett aus. Ich binde mir ein weißes Tuch als Schutz vor das Gesicht. Noch etwas anderes beunruhigt mich: Auf der heutigen Etappe habe ich noch kein einziges anderes Fahrzeug gesehen …

 

Noch habe ich 38 Meilen bis zum nächsten Ort vor mir. Die etwa 60 Kilometer bedeuten bei diesem starken Gegenwind und der Hitze mindestens drei Stunden treten. Ich steige abermals vom Fahrrad, setze mich noch einmal mitten auf den Highway und denke nach. Als ich dem Straßenverlauf folgend Richtung Horizont blicke, entdecke ich plötzlich in einiger Entfernung rechts neben dem Highway einen weißen Punkt. Er hebt sich deutlich von den anderen Farben und Formen in der Wüste ab. Neugierig geworden, will ich mir diesen Gegenstand aus der Nähe anschauen. Noch eine ganze Zeit lang bleibt der weiße Punkt für mich ein Rätsel. Doch als ich langsam näher komme, erkenne ich erstaunt, um was es sich hier handelt …“